![]() ![]() |
Fabrikverkauf Porzellan
.... Porzellan wird üblicherweise zweimal gebrannt. Zunächst erfolgt ein Schrühbrand (Glühbrand/Biskuitbrand) bei ca. 900°C - 1000°C, bei dem ein poröser, relativ empfindlicher Scherben entsteht. Die Porösität sorgt dafür, dass sich die dann folgende Glasur gut mit dem Stück verbinden kann. Nach dem Glasieren erfolgt der Glattbrand (Garbrand/Endbrand), bei dem die Glasur schmilzt und den Scherben mit einer dekorativen und schützenden Außenhaut überzieht. Je nach gewünschtem Dekor können in verschiedenen Zwischenschritten Farbkkörper, Engoben oder färbende Metallsalze unter, in oder auf die Glasur aufgebracht werden. Man spricht dabei von Aufglasurdekor, Inglasurdekor oder Unterglasurdekor. Manchmal werden auf besonders edle Porzellane in einem dritten Brand Dekore aus Echtgold oder anderen Edelmetallen aufgebracht. Die Brenntemperatur in diesem Brand liegt typisch um 850°C und sorgt für eine feste Verbindung zwischen Metall und Glasuroberfläche. Der Scherben selbst wird bei diesem Brand nicht mehr verändert.
Eine neue Technologie der Porzellanherstellung für Flachgeschirr ist der Monobrand, bei dem alle erforderlichen Schritte einschließlich der Dekoration in einem einzigen Brand erfolgen. Diese Brenntechnik findet Anwendung in der industriellen Serienfertigung.
Kennzeichen des Porzellans: Es hat einen dichten Scherben, muscheligen Bruch und große Härte. Es ist säure- und laugenbeständig, nur Flusssäure kann es angreifen. Teilweise ist es bis zu einer gewissen Scherbenstärke mehr oder weniger transparent (durchscheinend) und hat einen hellen Klang. Porzellan besitzt eine gute Isolierfähigkeit gegen Elektrizität und ist ein schlechter Wärmeleiter.
Bone China oder auch Knochenporzellan bezeichnet ein in England entwickeltes Rezept, bei dem durch Zugabe von bis zu 50% Rinderknochen-Asche eine besonders hohe Transparenz erreicht wird. Wirksame Bestandteile der Knochenasche sind die hohen Anteile an Kalzium-Oxid und Kalzium-Phosphat. Eine Eigenart des Knochenporzellans ist die Brennfolge: Die Temperatur beim Schrühbrand liegt dort höher als beim Glattbrand.


